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2.) Eine kurze
Zusammenfassung über unser Dorf
Karamezra; auf der Landeskarte
Trocken, dunkelgebrannt, ohne Wasser...
Ethnische Gruppen, die sich langfristig niederlassen,
bleiben sesshaft, indem sie ihre Lebensgewohnheiten
verändern oder sie dem neuen Lebensraum anpassen.
Die gewohnte Lebenseinstellung richtet sich nach den
Umständen der geographischen Lage.
Bei jener Gesellschaft setzen sich die Veränderungen so
stark fest, dass sie auch
nach Jahrhunderten zu erkennen sind; zum Beispiel durch
die Benennung ihres Wohnortes,
das sich au die Merkmale der Bewohner bezieht,welche dem
Bewohner schon äusserlich
anzusehen sind (Aussehen; Hautfarbe, Körperbau usw...).
Und so lässt sich der Ortschaftsname Karamezre (türkisch
"Kara-otlak", was so viel
bedeutet wie "Dunkle-Weide oder "Platz der Dunklen").
Die unerträgliche Hitze und die trockene Luft liessen
die Bewohner von Jahr zu Jahr
brauner werden, weshalb sie eben dunkler geworden sind.
Die Redewendung "kara" (die sich auf die
Dunkelhäutigkeit der Bewohner bezieht)
hat sich so im Dorfsnamen festgesetzt.
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Teil
des Bazki
Bazki ist eine Teilprovinz Urfas, in der
Karamezra zu finden ist.
Zu Bazki gehören die Städte Bozova, Birecik und Halfeti.
Es umfasst den Westen und den Süden Urfas und ist die
geographische Bezeichnung
für die trockene Landschaftsform.
Auf Kurdisch sagt man Bezki.
Die Bodenbeschaffenheit dieser Teilprovinz setzt sich
aus kalkhaltigem Gesteinsgrund zusammen und
ist ebenflächig. Eine besondere Eigenschaft hat der
Boden; es ist sehr fein und feuerrot gefärbt.
Die staubähnliche Erde verklumpt in Berührung mit
Wasser. Dabei wird sie lehmartig.
Die Erde ist rot, weil sie eisenhaltig ist (die
Eisenmoleküle, die an der Luft oxidieren, verfärben sich
rot).
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Karamezra liegt auf der 30.Kilometerstrecke der
Landstrasse,
welche sich zwischen Birecik und Halfeti erstreckt.
Das Dorf ist benachbart mit der Stadt "Eski Halfeti"
(Altes Halfeti) und ist
gerade 7 Kilometer vor ihr anzutreffen.
Diese Stadt, die heute grösstenteils unter Wasser liegt,
bleibt überflutet,
weil sie am Ufer des Euphrats erbaut worden ist.
Ihr Aufbaugebiet ist eines der wichtigsten Orte der
Menschheitsgeschichte;
denn am Euphrat (und ähnlichen Flüssen der Welt)
entstanden die allerersten Menschensiedlungen;
nämlich in der Zeit, wo die Menschen gerade lernten
sesshaft zu werden.
Unter anderem wurde hier die Stadt Zeugma
(eines der wichtigsten Handelshäfen des
Oströmischen Reiches; auch Byzanz genannt) entdeckt. Man
grub Villen mit gut erhaltenen Mosaiken aus.
Nach dem Birecikdamm wurde Zeugma
jedoch den Wellen überlassen,
nur einige der wunderschönen Mosaiken konnten gerettet
werden.
Mit Zeugma gingen viele Dörfer unter, auch die
Stadt Halfeti.
Zwei Fünftel dieser Stadt ist von der Wassermasse
unversehrt geblieben,
weil sie auf einem Hügel liegt.
Das Gebiet, in dem Karamezre steht, ist von den
Adiyaman-Maras-Bergketten umgeben.
Diese haben ein braunes, kahles Aussehen und besitzen
eine majestätische Grösse,
die meilenweit zu sehen ist. Die Präsenz dieser
Bergketten sichert dem Dorf eine gewisse Kühle,
weil Windströme entstehen können. Vielleicht ist das
eines der Gründe,
weshalb die Luft dort eher trocken ist (die Berge, die
die Wolken aufhalten).
Es ist sogar möglich, den Gipfel des Nemrut
(prähistorischer künstlicher Berg,
von Menschenhand geschaffen) bei klarer Luft von blossem
Auge zu sehen.
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Trotz einer stetigen Auswanderungsquote ist die
Bevölkerungszahl stabil geblieben.
Es darf heute sogar von einer nennenswerten Immigration
gesprochen werden, denn
durch die Umsiedlung Halfetis liegen nun ganze Dörfer an
der "Neuen" Stadt,
wovon sie in vielerlei Hinsicht profitieren können.
Auch sonst scheint die Dorfbevölkerung langfristig
gesichert.
Viele der Bewohner stehen sich nahe und sind
grösstenteils verwandt.
Mehrere Familienkreise stammen aus demselben Geschlecht.
Generationen zuvor lebten im Dorf die einstigen
Geschlechter
Sila, Iba und
Meman; bis heute haben diese Begriffe ihre
Wichtigkeit beibehalten.
Im Grunde genommen ist Karamezre ein kurdisches
Dorf.
Es spricht das kurdische Dialekt, das mit dem des
Adiyaman, Maras und des Malatya zu vergleichen ist. Es
ist jedoch verstärkt zu beobachten, dass sich diese
Muttersprache immermehr vom
Türkischen, der einzigen offiziellen Sprache des
landes, ersetzen lässt.
Zu starker Assimilationsdruck und die fehlende Bekennung
zur kurdischen Volksangehörigkeit
lassen diesen Umbruch wohl zu, was zum Verlust einer
Sprache - einer Kultur - führen kann.
Verlust
an geschichtlichem Wissen; eine Tragödie
Konktreteres als
die Informationen, die sich mündlich übermitteln
liessen, sind heute leider nicht vorhanden. Niemand
weiss genau,
wie weit die Vorgeschichte des Dorfes zurückgeht;
vieles, vielleicht Wichtiges,
bleibt wohl für immer verschollen...
Den alten Leuten, die sich an geschichtliche
Ereignisse erinnern, hat das Dorf die Kenntnis
über ihre Geschichte zu verdanken.
Im wahrsten Sinne des Wortes ist ein Verlust
an kulturellem und geschichtlichem Wissen zu erleben;
denn mit dem Tod alter Menschen
geht auch grosses Wissen verloren.
Dies ist wahrhaftig eine Tragödie.
Doch glücklicherweise lässt sich Erzähltes
zusammenbasteln - und so kann immerhin ein
unvollendetes Mosaikbild an geschichtlicher
Kenntnis erschaffen werden.
So lässt sich zum Besipiel aus Erzählungen schliessen,
dass die ersten Dorfsiedler aus Adiyaman und Urfa
stammten.
Die
Entwicklung Karamezre`s
Bis in die
Jahre 1960/70 konzentrierte sich die Dorfbewohner auf
die Subsidenzwirtschaft;
sie betrieben Viehzucht und Getreideanbau.
Pistazien- und
Olivenanbau war damals kaum verbreitet. Die pralle Sonne
schien im Sommer auf den kahlen Boden.
Dürre bedrohte von Jahr zu Jahr die Bewohner, denn sie
wirkte sich in der Landwirtschaft (wie auch in der
Viehzucht) verheerend aus. Bald merkten die Bewohner,
dass die Hitze dem Weinanbau gut tat, und so
spezialisierte sich Karamezre auf den Weinanbau.
Die Dorfbewohner transportierten den Anteil der Trauben,
der über den Eigenbedarf hinausging, in die Markthallen
von Adana und Diyarbakir, um sie dort verkaufen zu
können.
So verliessen hunderte von Lastwagen jeden Spätsommer
das Dorf und belieferten die Markthallen mit qualitativ
guten Trauben. Wenn es grüne Flächen in Karamezre gab,
so waren es die Traubensträucherplantagen, die beinahe
ganz Karamezre umhüllten.
In Frühjahrsmonaten können saftig grüne Wiesen der
zunehmenden Hitze nicht standhalten,
und alle Boden- und Sträucherpflanzen verfärben sich
gelb.
Bis in den Jahren 1970/80 veränderte sich dieses
Landschaftsbild nur schwach.
Trotz der natürlichen Umstände verwandelte sich
Karamezre mehr und mehr zu einer wäldlichen Gegend. Wie
an den Ufern des Euphrat gewann das Dorf an Vegetation.
Und so wird aus der einstigen Redewendung "Kara" (die
Dunklen) bald "Kara-mezre"
(grüne Weide der Dunklen). Dank seiner fleissigen, den
wirtschaftlich produktiven Bewohnern
konnte sich das Dorf von der negativen Bedeutung seiner
Bezeichnung loslösen.
Das Losreissen von seiner negativen
Bezeichnung
Doch Karamezra
hielt an der Bezeichnung "Kara" fest;
denn sie war stellvertredend für die einstig harten
Zeiten, in denen Karamezre`s Bewohner den gnadenlosen
Naturgegebenheiten zu trotzen lernten.
Ihnen gelang es, aus der trockenen Gegend eine
langfristig grünliche Landschaft zu gestalten; die harte
Arbeit war lohnversprechend, auch wenn sie die
Bewohner dunkel werden liess. Der Lebensstandard und die
soziale Standhaftigkeit ist derart angestiegen, dass im
Jahre 2000 nicht mehr von einem ärmlichen Dorf zu
sprechen ist. Das Gebiet gehört zu eines der am
konzentriertesten Pistazien-Anbauten des Landes;
Pistazienbäume sind reihenweise auf riesigen
Grossgrundplantagen zu sehen.
Jährlich werden
Pistazien tonnenweise gepflückt, gleichzeitig ist ein
Aufschwung des Olivenanbaus zu beobachten. In allen vier
Himmelsrichtungen ist das umgebende Gelände mit diesen
zwei Hauptanbauten bebaut; diese waren früher die
überlebenswichtigen Grundnahrungsmitteln und
werden noch heute für den Winter in Speisekammern
gelagert.
Dies ist nicht nur in Karamezre der Fall, auch in den
umgebenden Nachbarsdörfern ist
ein Anstieg von Pistazien- und Olivenplantagen zu sehen.
Die Gegend wird "bewaldeter".
So erweitert sich die Vegetation, die ehemals am Euphrat
konzentriert war, um ein Vielfaches.
Die einst lebenswichtige Viehzucht wird aufgegeben und
immer mehr von der Landwirtschaft - und dem mit ihr
verbundenen Handel - ersetzt.
Ein grosser Teil der Bewohner ist nach Europa
ausgewandert;
die Auswanderung hat speziell in den letzten Jahren
einen Aufschwung erlebt.
Die schätzungsweise 100 verstreuten Bewohner leben heute
grösstenteils in
Deutschland, der Schweiz, in Frankreich oder in England.
Heutzutage gibt es kaum Familien, die keine
"ausländischen Verwandten" haben.
Das vielversprechende europäische Leben, mit seinen
grossen Arbeits- und
Verdienstmöglichkeiten reizt vor allem die jüngere
Generation;
sie möchte hinaus in die Welt, um dort einem vielleicht
besseren Leben zu begegnen.
Auch wenn die
Auswanderung Vorteile verschafft, die den Auswanderern -
und dem Dorf -
zugute kommen; den Auswanderern bedrohen Nachteile wie
Verfremdung.
Und das Dorf mit seinem niedrigen Lebenstandard hat
Angst, von seinen ausgewanderten Kindern vergessen zu
wedern...
Karamezra fliesst in die Länder
Europas
Mit einem
Militärputsch begann im Jahre 1960 in der Türkei
eine der grössten Auswanderungswellen in die Länder
Europas.
Vermittler, die die
Reisenden begleiteten,
versprachen ihnen Arbeit und gewannen
so schnell das Vertrauen der Neugierigen.
Hoffnungsvoll reisten viele Gruppen junger
Menschen in die Länder Deutschland,
Holland, Belgien und Österreich und
schmiedeten bereits während ihrer Reise
grosse Pläne. Während dieser Zeit wirkt
Europa sehr verlockend und versetzt viele
in Schwärmereien; sie gilt als "Kontinent
der Entfesselung". Leute, die ihre Heimat
hinter sich gelassen hatten, sahen sie als
eine Art Paradies; für sie öffnete sich eine
Tür zur grenzenlosen Freiheit.
Innert kürzester Zeit machten sich
tausende von Menschen aus allen
Regionen der Türkei auf den Weg in diese
Freiheit. Bald klopfte auch Karamezre an
die Türen Europas.
Im Jahre 1966 reisten 6 junge Männer
Hüsini Selehe Meste, Hüseyin Ersoy,
Fedli Bekir, Fadil Hossöz, Rasidi Ayibe und Resit Sönmez
als die ersten Dorfbewohner nach Europa.
Von da an wurden sie "Almanci" genannt (türk.:
Deutscher, Europäer) und wurden
von den Dorfbewohnern bewundert.
Regelmässig reisten diese "Deutschen" nun ins Dorf und
verbrachten ihren Urlaub in der Heimat.
Sie wurden feierlich begrüsst, ihr Elternhaus füllte
sich mit Besuchern, die mit
grossem Staunen in der Runde sassen. Jedem dieser
Besucher offerierte man
Zigaretten und Süsswaren, welche speziell aus Europa
mitgebracht wurden.
An jenen Abenden glichen ihre Häuser einem
Massentreffen.
Die Deutschen begannen festlich, von ihren Abenteuern zu
berichten;
davon, was sie alles erlebt und gesehen hatten; von den
fremden Erfindungen der "Gavur"
(Andersgläubige/Christen) und von all den wunderlichen
Werken, die es dort gab.
Mit weit geöffnetem Mund und fast neidisch hörten die
Neugierigen zu,
und manch einer stellte sich vor,
bald auch zu diesen Glücklichen zu gehören.
Um 1980 hielt sich die Anzahl der Auswanderer im Lande
noch in Grenzen.
Nach 1985 sah es jedoch schon anders aus.
Die Umstände der damaligen Politik schienen die
Auswanderung passiv zu fördern.
Heute leben gerade deswegen hunderte von Familien, aus
derselben Umgebung stammend, in Europa.
Wie die Tradition es verlangt heiraten ihre Kinder mit
Partnern aus der ursprünglichen Heimat.
Karamezre hat sich mehrheitlich in die Länder
Deutschland, Frankreich, Schweiz, Belgien,
England -und sogar Australien - verbreitet. Man darf
nicht vergessen, dass die
ausgewanderten Bewohner hauptsächlich Männer sind.
Viele haben ihre Ehefrauen, Kinder und
Familienangehörige zurückgelassen, denen sie
regelmässig Geld zuschicken.
Zwar lässt sich mit diesem Geld gut leben, jedoch
vermisst man seinen Sohn, Ehemann oder Vater;
so schön ein Wiedersehen mit den Deutschen auch sein
mag, der Abschied fällt immer schwer.
Die zwei hisorischen Siedlungsgebiete Xorsig
und Dikma
Xorsig
(Chorsig ausgesprochen) liegt nordwestlich von
Karamezra,
und ist vom Nachbardorf Seldek gerade mal 1km weit
entfernt.
Zerfallene Steinmauern und übriggebliebene Ruinen
verraten,
dass es sich dabei um eines der ältesten Siedlungen in
der Umgebung handelt.
Wie in vielen Bereichen ist leider auch über Xorsig
nicht mehr als das mündlich Überlieferte bekannt.
Das geschichtliche Wissen über Xorsig ist nirgends
schriftlich festgehalten.
Da auch keine nennenswerten Ausgrabungen statgefunden
haben,
gibt es noch keine Spuren, die diese
Überlieferungen gänzlich bejahen.
Was immer auch davon übrig geblieben ist; all das hält
Xorsig mit sich begraben.
Dikma liegt
nordöstlich des Dorfes Argil.
Geographisch gesehen ist es in die Dorfsgrenze
einbegriffen.
1960 waren dort zuletzt Nomaden mit ihren Büffelherden
anzutreffen,
die aus Bingöl und Elazig stammten. Vor hunderten von
Jahren haben sie
Gruben in die Felsen geschlagen, die heute noch zu
bestaunen sind.
(Diese Gruben dienten wohl als natürlicher
Wasserspeicher für die Bewohner und ihre Büffel)
Daraus folgt, dass in diesem Siedlungsgebiet schon früh
Viehzucht betrieben wurde.
Die steinernen Bauten, aus denen die grossen Gebäuden
bestehen, und die Eingangstore,
die mit Säulen beschmückt sind, haben bis heute den
unbarmherzigen Natureinflüssen standgehalten.
Xorsig jedoch liegt heute verlassen und einsam an seinem
einst lebendigen Platz.
Turkmenische und armenische Nachbarn
Die heute unter
Wasser stehende Teilprovinz Urfas, Eski Halfeti,
war einst eine von Turkmenen besetzte Gegend. Es gibt
Belege dafür, dass die Turkmenen in der Osmanischen Zeit
von den heutigen Ländern Iran, Irak und Syrien einzogen.
Dies entspricht der Zeit vor 300 Jahren.
Offiziell gesehen gibt es 36 Dörfer, die mit dieser
Teilprovinz verbunden sind. Die meisten davon sind
grosse Siedlungsgebiete. Laut Angaben verfügen sie über
tausende von Einwohnern. Nebst den kurdischen Dörfern,
die in der Mehrzahl sind, gibt es ausserdem die
turkmenischen Dörfer Tis-ha, Argil, Aram, Ereh, Belesur,
Cekem und Ayni.
Cibin ist jedoch ein Dorf armenischer Abstammung.
Ohne zu trotzen haben die einst christlichen Bewohner
sich anfang des 20. jahrhunderts
bekehren lassen oder flüchteten in das heutige Armenien
aus; durch den gewaltigen Druck,
der von den Muslimen und dem neu gegründeten, türkischen
Staat ausging,
bekannten sich viele Menschen - so auch die Bewohner des
Dorfes Cibin - zum Islam.
Die verbliebenen Grundmauern der einstigen Kirche sind
bis heute erhalten geblieben.
Ihre Wände sind jetzt Teile der erbauten Moschee, und
die Kirche dient heute als Platz des Gottesdienstes für
die muslimischen Bewohner. Auch wenn die Jüngeren sich
mit ihrer
sonderbaren Moschee nur schwer zurechtfinden wollen;
die ältere Generation ist mit ihrem heutigen Gotteshaus
ziemlich zufrieden.
Die oben erwähnten turkmenischen Dörfer unterscheiden
sich in ihrer sozialen Lebensweise und
Kultur kaum von der ihrer kurdischen Nachbarn. Auch
sonst treten keine ernst zu nehmenden
Probleme auf; sie pflegen ein gutes Verhältnis
zueinander. Im Dialekt, der in den turkmenischen
Dörfern gesprochen wird, sind die Spuren der Persischen,
Osmanischen, Kurdischen und
Arabischen Sprachen noch deutlich zu erkennen.
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